Erich Fromm

Erich Fromm (* 23. März 1900 in Frankfurt am Main; † 18. März 1980 in Muralto, Schweiz) war ein deutsch-US-amerikanischer Psychoanalytiker, Philosoph und Sozialpsychologe. Bereits seit Ende der 1920er Jahre vertrat er einen humanistischen, demokratischen Sozialismus.

Seine Beiträge zur Psychoanalyse, zur Religionspsychologie und zur Gesellschaftskritik haben ihn als einflussreichen Denker des 20. Jahrhunderts etabliert, auch wenn er in der akademischen Welt oft gering geschätzt wurde. Erich Fromm WP

Das fasst es gut zusammen. Fromm setzte sich meiner Ansicht nach für eine menschlich gerechte Welt ein und analysiserte die Auswirkungen des Neoliberalismus auf den Menschen; diese Analyse ist heute noch zutreffender als sie es damals schon war.

Fromm war der erste Gesellschaftskritiker, der mich "gecatcht" hat. Durch sein Buch "Die Kunst des Liebens" habe ich mich in der oberen Mittelstufe angefangen mich für Kapitalismuskritik zu interessieren.

Ich halte Fromm für einen der bedeutendsten Denker des 20. Jahrhunderts. Er hat mE erkannt, dass es eine voranschreitende Entmenschlichung vom Menschen zu seinen Mitmenschen und sich selbst gibt, die durch systemisch-strukturell verursachte Probleme des Neoliberalismus entsteht.

Hannah Arendt

Hannah Arendt (geboren am 14. Oktober 1906 als Johanna Arendt in Linden, heutiger Stadtteil von Hannover; gestorben am 4. Dezember 1975 in New York City) war eine jüdische deutsch-US-amerikanische politische Theoretikerin und Publizistin.

Arendt vertrat ein Konzept von „Pluralität“ im politischen Raum. Demnach bestehe zwischen den Menschen eine potentielle Freiheit und Gleichheit in der Politik. Wichtig sei es, die Perspektive des anderen einzunehmen. An politischen Vereinbarungen, Verträgen und Verfassungen sollten auf möglichst konkreten Ebenen gewillte und geeignete Personen beteiligt sein. Aufgrund dieser Auffassung stand Arendt rein repräsentativen Demokratien kritisch gegenüber und bevorzugte Rätesysteme sowie Formen direkter Demokratie. Hannah Arendt WP

Hannah Arendt hat das Verständnis von Politik und wirklicher, authentischer Macht fundamental geprägt. Ihr Hauptwerk ist "vita activa - oder vom tätigen Leben", in dem sie wichtige politiktheorethische Grundlagen schafft; meiner Sicht nach auch solche, die für das Verständnis von Demokratie und Macht notwendig sind.

Foucault

Paul-Michel Foucault (* 15. Oktober 1926 in Poitiers; † 25. Juni 1984 in Paris) war ein französischer Philosoph des Poststrukturalismus, Historiker, Soziologe und Psychologe. Er gilt als einer der bedeutendsten Denker des 20. Jahrhunderts und ist u. a. Begründer der macht- und wissenstheoretischen Diskursanalyse.

Foucault untersuchte, wie Wissen entsteht und Geltung erlangt, wie Macht ausgeübt wird und wie Subjekte konstituiert und diszipliniert werden. Bekannt ist Foucault auch für die Einführung neuer Begriffe wie Dispositiv, Bio-Macht, Panoptismus und Gouvernementalität oder die Präzisierung und terminologische Verwendung von Ausdrücken wie Macht, Wissen, Diskurs oder Archiv. Seine Analysen richteten sich auf die „Geschichte der Gegenwart“, „Ethnologie unserer Kultur“ und die geschichtliche Entwicklung von „Wahrheitsspielen“. Michel Foucault WP

Foucault inspiriert mich wegen seiner Gesellschaftskritik und Forschung zur Entstehung und Auswirkung von Macht und ihre normativierende Wirkung auf das Individuum in der Gesellschaft.

Ich teile seine Vorstellung, die gesamte Gesellschatft sei mit einem Netz von Normativierungen und Normalisierungen durchdrungen und ein Individuum könnte zu jedem Zeitpunkt von einem der "Gesellschafts"-Richter zur "Renormativierung" gezwungen werden.

Charles Sanders Peirce

Charles Santiago Sanders Peirce (* 10. September 1839 in Cambridge, Massachusetts; † 19. April 1914 in Milford, Pennsylvania) war ein US-amerikanischer Mathematiker, Philosoph, Logiker und Semiotiker.

Peirce gehört neben William James und John Dewey zu den maßgeblichen Denkern des Pragmatismus, wobei er sich später deutlich von den Entwicklungen der pragmatischen Philosophie distanzierte (insbesondere wendete er sich gegen die relativistische Nützlichkeitsphilosophie, die von vielen Pragmatisten als Grundprinzip der Wahrheit mit dem Pragmatismus gelehrt wurde) und sein philosophisches Konzept fortan Pragmatizismus nannte, um sich von James, Dewey, Schiller und Royce abzugrenzen; außerdem gilt er als Begründer der modernen Semiotik.Charles Peirce WP

Peirce war der erste, mit dem ich mich philosophisch auseinandergesetzt habe. Seine Vorstellung von Semiosis (Zeichenprozesse) als ist für mich eine sinnvolle Art menschliche Verhaltensweisen nachzuvollziehen sowie gesellschaftliche Strukturen und deren Untergang zu verstehen.